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Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
1933-1945 / Faschismus in Europa

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          > Spanischer Bürgerkrieg

 

Volksempfänger recto Plakat Volksempfänger Volksempfänger verso

“Volksempfänger”

Wikimedia Commons und dra.de

Zum “Volksempfänger” und seinem Platz in der Geschichte des Rundfunks siehe die Chronik auf Deutschlandradio

Aktuell:

Gedenken zum 70. Jahrestag des 20.Juli 1944

Rede des Bundespräsidenten (Text)

Rede der Bundeskanzlerin in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Audio auf der Deutschen Wellte

 

Gestern noch aktuell...:

Oskar Roehlers Film “Jud Süß - Film ohne Gewissen” und die Auseinandersetzung um die Verfilmung und das historische Thema:
Auf Deutschlandradio Kultur gab es am 10.11.2013 eine Sendung zur Rezeptionsgeschichte des historischen Falles: Die Legende vom “Jud Süß”, das Manuskript kann als Datei heruntergeladen werden: hier.
Hier ausgewählte Kritiken aus der Presse - online: Der Tagesspiegel ; Der Standard ; FAZ ; Frankfurter Rundschau ; Zeit-Online
In der Film-Zeit gibt es einen Querschnitt durch die Rezensionen in Auszügen.

 

Im Vorfeld des 9.11. veröffentlichte die ZEIT die von ihr in Auftrag gegebene Umfrage unter Jugendlichen zu ihrem Verhältnis zur NS- Geschichte. “Was geht mich das noch an?” wurde in Verbindung mit den anderen im ZEIT-Magazin erschienenen Texten auch auf ZEIT Online eingestellt: hier.

 

Buchtitel-Das-Amt“Furchtbare Diplomaten” - Presseecho zur Veröffentlichung über das Auswärtige Amt im Nationalsozialismus:
tagesspiegel ; Welt Online ; FAZ-Net ; ZEIT Online ; Spiegel Online ; sueddeutsche.de ; Deutschlandradio Kultur

FAZ.net Sonderseite zum “Amt”.

Die Google News Liste

Videos aus der tagesschau: 24.10.2010 und 28.10.2010

Das Buch: Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes und Moshe Zimmermann (Hg.): Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik. Blessing Verlag, 34,95 €. ISBN 978-3-89667-430-2.

Präsentation des Projekts der Unabhängigen Historikerkommission auf der Website des Auswärtigen Amtes: Der direkte Link (www.auswaertiges-amt/DE/AAmt/Geschichte/Historikerkommission-node.html) funktioniert offenbar nicht, daher über eine allgemeine  Suche “Auswärtiges Amt” und “Historikerkommission” gehen oder über die Startseite www.auswaertiges-amt.de > Suche oder > Auswärtiges Amt > Politisches Archiv > Aktuelles.

Tabuisierung und Selbstinszenierung
In der FAZ wirft Dirk Blasius eine interessante Frage zur Arbeit der Historikerkommission für “das Amt” auf: Unter dem Titel Die Archivschuldlüge fragt er nämlich , warum die bisherige Dokumentation und wissenschaftliche Aufarbeitung von Conze & Co. ausgeblendet, wenn nicht regelrecht verschwiegen wurde, denn statt aus den bereits in aufwändigen Editionen veröffentlichten Editionen zu zitieren, verweisen sie immer auf die Originale im Archiv. Man bekommt den Eindruck, dass dahinter mehr als wissenschaftliche Gründlichkeit steckt,  nämlich auch eine Selbstinszenierung der Entdecker unbekannter oder verheimlichter Wahrheiten. Wer bei der Erforschung der NS-Geschichte punkten will, muss einen Skandal liefern können, so scheint es, in der Sache selbst hatte Christopher Browning bereits das Wesentliche analysiert, die längst überfällige deutsche Übersetzung seines Buches von 1978 (!! - siehe unten) erschien wohl nicht zufällig kurz vor der Herausgabe der von Joschka Fischer beauftragten amtsoffiziellen Untersuchung. Browning sieht darin die Bestätigung seiner Vorarbeit - mit Abstrichen: Denn die in Das Amt suggerierte federführende Rolle des AA und namentlich Ribbentrops bei der Entstehung der Idee der Judenvernichtung ist ein Scoop, den die Autoren leider selbst nicht beweisen können.  (Dazu auch Hans Mommsen in der NWZ Online).
Der echte Skandal besteht also weniger in der Verheimlichung von Unterlagen zur Mitwirkung des AA bei der NS-Verbrechen als in der willentlichen Ignorierung bekannter, z.T. auch schon in Prozesses veröffentlichter Fakten durch die Öffentlichkeit: Journalisten, Wissenschaftler und eben die Historikerzunft nach 1945. Die Legende vom “anständig” gebliebenen Auswärtigen Amt (siehe dazu auch Norbert Frei und Annette Weinke in Eurozine) wurde unmittelbar nach Kriegsende durch einige Publikationen von Mitarbeitern des AA geschaffen und hätte auch ebenso schnell medienwirksam widerlegt werden können, wenn ein entsprechendes politisches Interesse daran bestanden hätte - ähnlich wie bei der Rolle der Wehrmacht. So ist es v.a. ein Skandal der Bundesrepublik und ihrer “Vergangenheitsbewältigung”. Dazu gehört wohl auch, dass Brownings 1978 in den USA erschienenes Buch über das Amt erst mehr als drei Jahrzehnte später ins Deutsche übersetzt und das heißt doch: überhaupt erst in seiner Bedeutung zur Kenntnis genommen wird, vielleicht ein Effekt der amtsoffiziellen Untersuchung? Auch einer der Autoren von Das Amt, der israelische Historiker Moshe Zimmermann, weist in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung darauf hin, dass das skandalöseste Dokument aus den Archiven, die Reisekostenabrechnung des Diplomaten Franz Rademacher zwecks “Liquidierung von Juden in Belgrad” (im Buch auf S.234, siehe auch FAZ.net, Faksimilé des Dokuments auf der Website des AA - siehe Anmerkung oben) bereits nach dem Krieg im Prozess gegen Rademacher (Teil des Wilhelmstraßen-Prozesses) Gegenstand der Anklage war und von Browning in seinem Buch zitiert wurde (siehe SZ 25.10.2010).
Der bundesdeutschen “Vergangenheitsbewältigung räumt das Buch jedoch durchaus den gebührenden Stellenwert ein, denn die Hälfte der Untersuchung gilt eben jener Nachkriegsgeschichte des Amts. Es ist somit eine wertvolle Ergänzung und Besätigung der Vorarbeit Brownings, der in der Sache zweifelhafte und völlig unnötige Aspekt der Selbstinszenierung der “Enttabuisierer” wirft allerdings leider einen Schatten auf den Wissenschaftsbetrieb im Medienzeitalter.

Christopher Browning: Die “Endlösung” und das Auswärtige Amt. Das Referat D III der Abteilung Deutschland 1940-1943, Darmstadt (WBG) 2010. [The Final Solution and the German Foreign Office. A Study of Referat D III of Abteilung Deutschland 1940-1943, New York: Holmes & Meyer 1978].

W.G., 22.12.2010

Dieses war nur der erste Streich...: Nach dem Auswärtigen Amt gerät nun auch das Reichsfinanzministerium stärker ins Blickfeld historischer Forschung, siehe auf FAZ.net..

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Ordnung und Vernichtung - Die Polizei im NS-Staat. Ausstellung des Deutschen Historischen Museums 1.4.-28.8.2011., in reduzierter Version auch online präsent: hier.

 

 

 

Links und Infos

documentarchiv.de bietet im Rahmen seines weiter gefassten Angebots zahlreiche Quellen zum NS, meistens offizielle Dokumente, darunter aber viele, die gemeinhin bekannte Gesetze usw. ergänzen (Durchführungsbestimmungen) und als solche kaum bekannt sind, z.B. die Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums (> Home > Nationalsozialismus >> 1. VO zur Durchführung ...)

Fritz Bauer Institut – Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Die Arbeit des Instituts umfasst Forschung, Dokumentation und Bildungsarbeit mit Angeboten für Lehrer/innen und Schulen.

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin bietet auf ihrer Website einen Überblick über und Einblicke in den Widerstand sowie Links auf andere Websites.

 

Online-Ressourcen zur Geschichte des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus und seiner Rezeption nach 1945 auf zeitgeschichte online

Dann gibt es auch ein Portal zu NS-Gedenkstätten in Deutschland.

Lernen aus der Geschichte – Nationalsozialismus und Holocaust in Schule und Jugendarbeit
Eine Website mit zahlreichen weiterführenden Links zu verschiedenen Einzelthemen, darunter auch „Displaced Persons“, gefördert von der Stiftung Erinnerung und Zukunft

Eine Übersicht über Projekte zum Zweiten Weltkrieg, die die Stiftung EVZ unterstützt, gibt es auf ihrer eigenen Website: hier.

Nationalsozialismus.de - Das Portal zum Thema Nationalsozialismus. Umfangreiche Sammlung von Links, bibliographischen Hinweisen sowie Online-Dokumenten, darunter v.a. Tonaufnahmen historischer Reden von Hitler u.a. Die Dokumentation berücksichtigt gleichermaßen Zeugnisse von Opfern der NS-Gewaltherrschaft. Etliche Links zu Textdokumenten versprechen leider mehr als sie halten... Es handelt sich um eine private Website des Berliner Rechtsanwalts Karl-Friedrich Weiland.

Das NS-Archiv bietet ebenfalls einige Dokumente zum Nationalsozialismus; es handelt sich dabei um kein offizielles Archiv, Bundesarchiv usw.., sondern um die verdienstvolle private Initiative von Jürgen Langowski, dem es u.a. um Argumente gegen Auschwitzleugner geht. Das Materialangebot geht aber weit darüber hinaus.

Die AG Jüdische Sammlungen vernetzt die Arbeit von Archiven, universitären und anderen Einrichtungen, Begegnungs- und Gedenkstätten, die Dokumente zur jüdischen Geschichte sammeln und darüber forschen. Die Internetplattform enthält Links zu Online-Materialien auf der ganzen Welt, so die von der Shoah Foundation initiierten Visual History Archive, deren erstes in Deutschland an der FU Berlin eingerichtet wurde.

Yad Vashem - The Holocaust Martyrs' and Heroes' Remembrance Authority. Die Website des Museums zur Geschichte des Holocaust und der Erinnerungsstätte Yad Vashem hält umfangreiche Materialien zum Holocaust online bereit, so eine Shoah Victims Database mit Informationen über die Schicksale der Opfer der Shoah / des Holocaust, außerdem umfangreiches Doku-Material: Hinterlassenschaften und Botschaften der Opfer, Rettungs- und Widerstandsaktionen, Zeugenaussagen von Überlebenden u.v.m., darunter auch zahlreiche Fotografien. – Yad Vashem hat auch pädagogisches Material (in deutscher Sprache) für verschiedene Altersstufen entwickelt und stellt Kontakte zu Lehrer/innen her, die dies entsprechend in ihrem Unterricht umgesetzt haben.

Das Dossier Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg der Bundeszentrale für politische Bildung: hier

Ein didaktisches Angebot zu Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg bietet lehrer-online: hier.

zeitzeugengeschichte.de bietet Audio- und Video-Dokumente von Zeitzeugen des NS-Regimes, die von Jugendlichen im Zuge von Schulprojekten interviewt wurden. Das Portal ist entsprechend schülergerecht konzipiert, die Links zur historischen Begriffen verweisen auf www.wasistwas.de

European Resistance Archive (ERA). Eine neue Website, gefördert von der EU, mit Sitz in Reggio Emilia, Italien. Mit einer Sammlung von 20 Interviews beim Start ist die Seite weiterhin im Aufbau begriffen. Die Videos können außer in Englisch auch in der Originalsprache des Interviews, also z.B. deutsch, gesehen bzw. gehört werden.

Nicht nur von lokalgeschichtlichem Interesse: Die Mannheimer Ausstellung Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Mannheim und Baden gibt es online: hier.

Heimat und Exil - Emigration der deutschen Juden nach 1933 eine reduzierte Online-Version der Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin ermöglicht Einblicke in die Ausreisemodalitäten, Chancen fürs Exil und gescheiterte Fluchtversuche:  hier

Einer der wichtigsten publizistisch aktiven ausländischen Zeitzeugen des Geschehens in Deutschland bis 1940 war der amerikanische Journalist William S. Shirer, seine Reportagen und seine Bücher schrieben Geschichte im doppelten Sinne des Wortes. Einige Diskrepanzen zwischen dem Original seines Tagebuches und der veröffentlichten Fassung hat nun die Forschung offen gelegt, siehe dazu den Artikel in der Zeit vom 2.8.2012: hier

Weiteres folgt...

 

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